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Neue Energieeffizienzklasse bei Aluminiumschmelzöfen

Business News

Neue Energieeffizienzklasse bei Aluminiumschmelzöfen

23.04.2012

Die neue Baureihe Pureefficiency des Aluminiumschachtschmelzofens der StrikoWestofen Gruppe, Wiehl-Bomig, stößt mit einem Verbrauch von 525 kWh Energie zum Schmelzen und Warmhalten von 1 t Aluminium in eine neue Energieeffizienzklasse vor. Solche Werte werden sonst nur unter Einsatz aufwendiger Regenerativbrennersysteme erreicht. Der Ofen entstand im Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Entwicklungsprojektes. Im Mai 2011 wurde der erste Ofen der neuen Baureihe an die Aluminiumdruckgießerei Kovolit a.s. in der Tschechischen Republik ausgeliefert.

 Der neue Zweikammer-Schmelz- und Warmhalteofen MH II (PE)-T 3000/1500 hat eine Warmhaltekapazität von 3000 kg bei einer stündlichen Schmelzleistung von 1500 kg. Im Benchmarktest unter realen Gießereibedingungen wurde erstmals ein Energieverbrauch von 525 kWh/t erreicht. Dieser Wert beinhaltet Schmelzverbrauch und Nachheizleistung für eine konstante Badtemperatur von 720°C. Chargiert wurden Masseln von je 6 kg sowie Rücklaufmaterial aus der Druckgießerei, dessen Anteil 49 % am gesamten Schmelzgut betrug. Die neue Ofentechnologie, dessen Bedienung und Zuverlässigkeit, die fristgerechte Lieferung trotz neuer Technologie ohne jegliche Anlaufprobleme und nicht zuletzt der geringe Gasverbrauch haben unsere Erwartungen übertroffen, so Eduard Marecek, Generaldirektor von Kovolit a.s. Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWi geförderten Entwicklungsvorhabens war die Reduktion des Energieverbrauchs um 10 bis 15% gegenüber dem bekannten Strikomelter mit Etamax-Abwärmenutzung, der bereits heute den Benchmark für Al-Schachtschmelzöfen darstellt. Hierbei musste die Bauhöhe des Ofens unverändert bleiben. Eine Schachterhöhung ist bereits in zahlreichen Gießereien zur Effizienzsteigerung erfolgreich im Einsatz. Allerdings erfordert diese Lösung eine entsprechende Raumhöhe am Aufstellort, die nicht immer gegeben ist.


Die erzielte Wirkungsgradsteigerung war durch eine ganzheitliche Betrachtung von Ofenkörper, Feuerfestzustellung und Brennerdesign möglich. Das Ergebnis ist eine Optimierung der Brennereffizienz im Zusammenspiel mit der Kontur des Feuerraums und dem Schmelzkammervolumen sowie eine hohe Auslastung des Schachtraums. Die Steuerung der Brennerleistung richtet sich nach den Erfordernissen. Für einen kontinuierlich hohen Schachtfüllstand sorgt die Lasertechnik, bei der der komplette Schachtquerschnitt erfasst wird. Die Beschickung erfolgt dann automatisch, gesteuert durch den Laserscanner.


 

 

 

 

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